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Verfasser: FU Bamberg-Land
Datum: 13.04.2016, 14:00 Uhr

Gleichberechtigung der Frauen ist als Grundrecht nicht verhandelbar

Die Frauen-Union startet ihre Kampagne „Selbstverständlich“ und fordert eine breite Debatte zu dem Grundkonsens, der unsere Gesellschaft zusammenhält.

Die Freiheit der Frauen, ihr Leben selbstbestimmt und nach den individuellen Vorstellungen zu gestalten, ist ein Grundrecht und verlangt Respekt. Darüber besteht bei uns gesellschaftlicher Konsens.
Dennoch werden Frauen tagtäglich Opfer von sexuellen Übergriffen: Egal, ob ein Täter aus Deutschland stammt oder anderer Nationalität ist, die Gesetze und Werte gelten für jeden, der hier lebt.
Die Selbstbestimmung der Frau und die Gleichberechtigung der Geschlechter sind Grundwerte in unserem Land. Das ist selbstverständlich und nicht verhandelbar.
Die Frauen-Union hat es sich zum Ziel gesetzt, mit ihrer Kampagne „Selbstverständlich“ eine breitangelegte Debatte anzustossen zu dem Grundkonsens, der unsere Gesellschaft zusammenhält.
Der Kampagne „Selbstverständlich“ geht es darum, dass Aktivitäten und Situationen, die fraglos zum Alltagsleben gehören, für Frauen selbstverständlich bleiben und keine Einschränkung erfahren dürfen. Die Motive zeigen Momentaufnahmen, die typisch sind für diese „Selbstverständlichkeit“ wie das sichere Joggen im Park und die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder die Wahl der Kleidung.
Die Frauen-Union unterstützt die von der Bundesregierung beschlossene Verschärfung des Sexualstrafrechts und fordert, bestehende Strafbarkeitslücken zu schließen und neue Straftatbestände zu schaffen, z.B. für „Begrapschen“ oder sexuelle Übergriffe durch oder aus einer Gruppe.
Die Frauen-Union will außerdem mehr Sicherheit in öffentlichen Räumen, Plätzen und Bahnhöfen durch Polizeipräsenz und Videoüberwachung genauso wie durch erhöhte Aufgeschlossenheit der Zivilgesellschaft.
Die Frauen-Union fordert Respekt vor dem selbstbestimmten Lebensstil von Frauen und Männern. Die Gleichberechtigung der Geschlechter ist durch unsere freiheitliche Grundordnung geschützt. Diese gesellschaftliche Grundregel muss in der Familie und Schule, in Ausbildung und Beruf vermittelt werden und auch von Beginn an Eingang in die Integrationsarbeit finden. Vor allem muss sie beständig in der Alltagspraxis eingeübt werden.
Denn wenn es zutrifft, dass sich das Maß, in dem eine Gesellschaft tatsächlich zivilisiert ist, an der Stellung der Frau bemisst, geht der Auftrag an alle, die in diesem Land leben, die Rechte der Frauen zu respektieren.

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